Forschungsinstitut für
Spiritualität und Gesundheit

Research Institute for
Spirituality and Health

Geschichte

Von der Überprüfung der Wirksamkeit eines ganzheitlichen Behandlungsansatzes zum international vernetzten Forschungsinstitut

Die Anfänge der Evaluierung eines ganzheitlich Klinikalltags

Die Klinik SGM in Langenthal erhob seit ihrer Gründung im Jahr 1987 den Anspruch, ganzheitliche Medizin zu betreiben. Sie war damit herausgefordert, diesen ganzheitlichen Ansatz in seiner Wirksamkeit zu evaluieren und zu überprüfen. Dies führte 1991 zur Gründung der Stiftung für Religionspsychologie und Religionspsychopathologie SRPP. Über viele Jahre fehlten aber Ressourcen und Kompetenzen, diesen Ansatz weiterzuverfolgen. Wissenschaftliche Arbeiten aus dem amerikanischen Sprachraum waren die Initialzündung, um 1998 die systematischen Evaluation des ganzheitlichen Behandlungsansatzes unter Einschluss der Religiosität einzuleiten. Dies war gleichzeitig die Geburtsstunde des erweiterten bio-psychosozialen Modelles (Hefti 2002), welches der Arbeit der Klinik SGM Langenthal zu Grunde liegt.


Das Forschungsinstitut für Spiritualität und Gesundheit FISG entsteht

1998 begann die Klinik SGM Langenthal unter der Leitung ihres damaligen Chefarztes Dr. med. René Hefti mit einer systematischen Evaluation der Therapieergebnisse. Die erhobenen Ergebnisse führten immer tiefer in eine fachliche und wissenschaftliche Auseinandersetzung mit der Thematik. Im Jahre 2004 hatte Dr. Hefti die Gelegenheit, am "Center for the Study of Religion/Spirituality and Health" an der Duke University in Durham (NC, USA) bei Professor Harold G. Koenig einen Weiterbildungsaufenthalt zu absolvieren. Dies führte in einem ersten Schritt zur Bildung einer klinikinternen Forschungsabteilung und 2005 schliesslich zur Gründung des Forschungsinstitut für Spiritualität und Gesundheit (www.fisg.ch), welches das Institut für Religionspsychologie und Religionspsychopathologie IRPP ablöste.

Ebenfalls 2005 wurde Professor Harold Koenig erstmals in die Schweiz eingeladen, um einen 5-tägigen Forschungsworkshop durchzuführen. Am Ende des Forschungsworkshops fand in Kooperation mit der Klinik ein Tagesseminar zum Thema "Glaube und seelische Gesundheit – Forschungsergebnisse und klinische Relevanz" statt. Ab 2008 wurden zweijährlich Europäische Konferenzen durchgeführt.

Mittlerweile ist die "Religion and Health"-Forschung auch auf Europa übergesprungen. Die Organisation zahlreicher Tagungen und Konferenzen sowie die Forschungs- und Publikationstätigkeit verhalfen dem Forschungsinstitut zu einer guten nationalen, als auch europäischen Vernetzung.


Weiterentwicklung und künftige Perspektiven

In den folgenden Jahren konnte das Forschungsinstitut sukzessive weiterentwickelt. 2012 arbeitete erstmalig ein wissenschaftlicher Mitarbeiter in Festanstellung für das Institut. Seit März 2016 hat Dr. med. René Hefti die hauptamtliche Leitung des Institutes übernommen, ergänzt durch eine Mitarbeitende im Bereich Administration und Finanzen. Das Forschungsteam wird projektbezogen durch verschiedene Mitarbeitende unterstützt, dazu gehören Experten wie auch Masterstudenten.

Künftig gilt das Augenmerk der weiteren Vernetzung, dem Aufbau längerfristiger Kooperationen und der personellen wie auch finanziellen Entwicklung. insbesondere dem weiteren Ausbau des Netzwerk, einer vertieften Forschungstätigkeit im Kompetenzbereich des Instituts (z.B. Auswertung der nationalen Daten zum Projekt "Doctors' Beliefs and Medical Practice", etc.). Im Zuge dessen will sich das FISG auch an neuen Kooperationsprojekten beteiligen und die Publikationstätigkeit verstärken.